Aktivitäten 2006


Bärentorfest war bärenstark

Gewerbe und Handel landeten einen Volltreffer



Leimen. (fi) Welch ein Zufall: Zeitlich hat alles zusammengepasst. 40 Jahre Wiedergründung des Gewerbevereins, heute Bund der Selbständigen (BDS), und Fertigstellung der neuen Drehscheibe mitten in der Großen Kreisstadt. Grund für „Leimen Aktiv“ zu handeln: Das erste Bärentorfest wurde aus der Taufe gehoben.
Das Bärentor beim „Gasthaus zum Bären“ war zur Zeit der Postkutschen Durchgangsstation für die Reisenden in Nord-Süd Richtung. Und wie der Name des Platzes, so auch die Bezeichnung des neuen Festes der Händler und Gewerbe treibenden. Rund um Rathaus und Georgi-Platz hatten Stände und Schausteller aufgebaut, im Zelt bei Wagenblass war Unterhaltung angesagt, hier spielte die Musik. Der verkaufsoffene Sonntag sollte Publikum in die Innenstadt bringen.



Für die Eröffnung konnte Dr. Volker Wissing, MdB der Liberalen aus Landau, gewonnen werden. Nach der Begrüßung durch Wolfgang Stern und dessen Hin- weis auf die Attraktionen der Veranstal- tungsmeile lobte Wissing die enge Bindung der Gewerbetreibenden zu den Menschen im Ort, er sah dies als gutes Signal an. Doch danach ging es auch schon los.
Die Cover-Band „Aditch Corp.“ als lokale Neuerscheinung in der Musikszene legte los, das Fest war eröffnet. Die Anbieter hatten sich einiges einfallen lassen: Kürbisse bemalen, Tischfußball-Wettbewerb, Sehtest, bärenstarke Festangebote im Bekleidungsbereich, Lackveredelung, Schätz- und Ratespiel um Mäuse, so larunterstützte Heizsysteme, PC-Bera tung, Essen und Trinken nicht zu verges- sen und Kinderkarussell und Bunjee-Jumping für die Kleinen.
Den Bogen zum Kurpfalz-Centrum spannte eine Ausstellung zu Baumaterialien, in einer Backstu- be durften Kinder selbstgefertigtes in den Ofen schieben und im Jeans-Bereich konnten satte Rabatte genutzt werden. Denn der Sonntag war ja verkaufsoffen – und schnupperoffen. Die neuen Mercedes-Modelle auf dem Georgi-Platz zogen manchen Autoliebhaber magisch an. Gesundheitspflege kam ebenso nicht zu kurz wie Nägeleinschlagen beim Holzex press oder das Modellieren von Bären. Wer dies alles gesehen und miterlebt hatte, konnte dann auf die große Ziehung von Geschenkgutscheinen hoffen, die bei der „Leimen-Aktiv-Stempel-Rallye“ die Gewinner ermittelte.



Der Sonntagnachmittag brachte die erhoffte Resonanz. Schnuppern und stöbern, eine duftende Bratwurst in der Hand oder an der Zuckerwatte naschend. Die Metzger und Bäcker um den zentralen Platz der Stadt hatten Tür und Tor geöffnet, die Cafés hatten alle Hände voll zu tun, die Besucher bei sonnigem Herbst wetter zu bewirten. An den Buden und Ständen gab es fachlichen Rat oder spiele- risches Vergnügen, je nach Geschmack. Die Handwerkerschaft wartete mit Informationen auf, die manchen Bauherren zu neuen Überlegungen verleiteten.
Bei all dem kam auch die Musik nicht zu kurz. Der BDS hatte mit „Leimen-Aktiv" einiges aufgeboten, um die Premiere zu einem Erfolg werden zu lassen. Für den neuen Platz war sie jedenfalls bären- stark.


Aus Rhein-Neckar-Zeitung / Nr. 253 / Seite 8
Donnerstag, 2. November 2006


Neue Werbebanner für die Leimener Weinkerwe

Die 35. Leimener Weinkerwe mit verkaufsoffenem Sonntag steht vor der Tür: vom 15. bis 18. September steht die große Kreisstadt ganz in Zeichen des größten Stadtfestes. Auch in diesem Jahr können sich wieder Tausende Besucher aus der ganzen Metropolregion auf ein äußerst attraktives Programm freuen.

Am verkaufsoffenen Sonntag laden die Leimener Einzelhandelsgeschäfte zum Besuch ein um ihre Vielfalt und Leistungsstärke zu zeigen.

Um für die Weinkerwe besser werben zu können, wurden sechs große Werbebanner angeschafft, die nun an markanten Stellen wie den Ortseinfahrten angebracht werden. Da die Datumsangaben austauschbar sind, bleiben die Werbebanner über viele Jahre nutzbar.
Finanziert wurden die Werbebanner in einer gemeinsamen Aktion zwischen der
Stadtverwaltung Leimen und dem Verband der Leimener Selbstständigen,
„Leimen Aktiv“.

Unser Bild zeigt OB Wolfgang Ernst, den 1. Bürgermeister Bruno Sauerzapf, den
Leimen-Aktiv Vorsitzenden Gerd-Peter Gramlich, den Leiter des Betriebsamtes
Marcus Zeitler, Schlossherr Jürgen und weitere Vorstandsmitglieder von Leimen Aktiv.


Ausflug ins Taubergießen

Am Sonntag, dem 09.07.2006 führten wir unseren diesjährigen Tagesauflug ins Taubergießen am Oberrhein durch.

Die fröhliche Teilnehmerschar traf sich schon am frühen Sonntag Morgen, um mit dem Bus unseres Mitgliedunternehmens Moonlight-Tours nach knapp zweistündiger Fahrt in unserem Ausgangsort Kappel-Grafenhausen anzukommen.

Dort erwartete uns ein Sektfrühstück mit frischem Hefekuchen.

Auf diese Art und Weise bestens auf den Tag eingestimmt traten wir dann unter fachkundiger Anleitung die Bootsfahrt im Taubergießen an.

Das Taubergießen ist das größte Naturschutzgebiet des Landes Baden-Württemberg am Oberrhein zwischen Offenburg und Freiburg. Der Name „Taubergießen“ stammt von einem gleichnamigen Gewässerlauf im nördlichen Teil des Gebietes. „Gießen“ sind von Grundwasser gespeiste Fließgewässer, die für das Naturschutzgebiet besonders charakteristisch sind und zum Rhein hin fließen. „Taub“ geht auf eine alte Bezeichnung von Fischern für ein nährstoffarmes Gewässer mit geringem Fischbestand zurück.

In diesem Naturschutzgebiet erwartete uns eine weitläufige Wiesen- und Waldlandschaft, die von einem dichten Gewässernetz mit Urwaldcharakter durchzogen ist.
Wir saßen durchaus bequem in alten Fischerkähnen und wurden von den Bootsführern, die uns ihre umfassenden Naturkenntnisse während der Fahrt vermittelten, sanft durch das Naturschutzgebiet gefahren.
Wir sahen viele Schwanenfamilien, Enten, Wildgänse und vielerlei Vogelarten und bestaunten seltene Pflanzen, die nur noch dort ihre Heimat finden.

Nach knapp zweistündiger Bootsfahrt erwartete uns ein ausgezeichnetes Mittagessen. Anschließend wurden wir noch unter fachkundiger Anleitung eines Ornithologen zu Fuß durch das Naturschutzgebiet geführt.

Nach der Stärkung durch Kaffee und Kuchen traten wir noch tief beeindruckt über das Erlebte und Gesehene gut gelaunt die Rückfahrt nach Leimen an. Die Rückfahrt verlief gut und schnell, so dass wir ohne Probleme das Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft zu Hause miterleben durften.

Auch dieser Ausflug hat die teilnehmenden Mitglieder einander näher gebracht und verstärkt neben dem einmaligen Naturerlebnis unser Zusammengehörigkeitsgefühl.


Maibaumfest 2006

Zum traditionellen Maibaumfest von Leimen Aktiv im BDS e.V konnte der 1. Vorsitzende, Gerd-Peter Gramlich, zahlreiche Gäste auf dem Georgiplatz begrüßen.


Fotos: Geschwill

Anstelle von Staatsminister a.D. Bernd Schmidbauer, MdB, der für seine Bundestagsfraktion in den Kongo gereist war und so den Fassbieranstich nicht vornehmen konnte, war Werner Pfisterer, MdL aus Heidelberg, der Einladung von Leimen Aktiv gefolgt.

Oberbürgermeister Wolfgang Ernst und der 1. Bürgermeister Bruno Sauerzapf waren dienstlich in Mannheim und konnten nicht an der Veranstaltung teilnehmen.
Als Vertreter beider wurde der stellvertretende Bürgermeister Dr. Peter Sandner herzlich begrüßt.

Die eingeladenen Bürgermeister der Gemeinden Sandhausen und Nussloch, Georg Kletti und Karl Rühl, ließen herzliche Grüße übermitteln, beide waren an diesem Freitag ebenfalls dienstlich in Mannheim.


Fotos: Geschwill

Auch für geistlichen Beistand war gesorgt, Michael Löffler, Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Leimen, wurde herzlich begrüßt.
Er war der Einladung des 1. Vorsitzenden spontan gefolgt und sollte noch eine wichtige Aufgabe übernehmen.

Johannes Balbach, Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde, war wegen eines Trauerfalls in seiner Familie verhindert.

Neben dem BDS-Vizepräsidenten Wolfgang Stern konnten auch zahlreiche Gemeinderäte, Stadtbeiräte und Amtsleiter begrüßt werden.

Nachdem die Leimener Berg-Brauerei kein Bier mehr braut, galt es einen neuen Partner zu finden. Gramlich war erfreut, mit der WELDE-Brauerei einen Partner gefunden haben, der in und für Region sehr aktiv ist und gerne das Freibier gestiftet hat.

Von der Welde-Brauerei war der Verkaufsleiter und Prokurist Herr Mario Heider unter den Gästen.

Stadtrat Ralf Frühwirt bereicherte mit seiner Aktion „Tore für den Probsterwald“ die Veranstaltung. Viele Besucher testeten seine Qualitäten als Torwart und spendeten pro Schuss einen Euro für die Kinder und Jugendlichen im Probsterwald.


Fotos: Geschwill

Auf die Situation des Leimener Einzelhandels ging der 1. Vorsitzende in seiner Ansprache ein. Die Freigabe der Nord- Ost-Umgehung und die Anbindung des Stralsunder Rings habe zwar zu einer Verbesserung der Lebensqualität geführt, die Geschäfte in der Ortsmitte litten aber seither verstärkt unter der mangelnden Kundenfrequenz.

Der Einzelhandel verzeichne Umsatzrückgänge, viele Geschäftsinhaber hätten Existenzängste.

Es gelte in Leimen die Existenzgrundlagen der vorhandenen Geschäfte zu sichern und, mit einem attraktiven Ortskern, neue Geschäfte anzusiedeln. Dazu müsse natürlich die Rathausstraße entsprechend verkehrsberuhigt und die Bgm. Lingg Straße, die umgangssprachlich auch als Rue-de-Blamage bezeichnet würde, endlich für die innerörtliche Umgehung freigegeben werden.
Das Land habe die Fördermittel bewilligt, jetzt müsse die Verwaltung die Rahmenbedingungen schaffen um Leimen zur „Perle Nordbadens“
zu machen.

Abschließend dankte er Herrn Förster Reinhardt für die frisch geschlagene Fichte, den TBL für das Stellen des Maibaums, dem RSC für die Bewirtung und der Stadt- und Feuerwehrkapelle für die musikalische Umrahmung.


Fotos: Geschwill

Einen besonderen Dank richtete er an Rudi Kuhn, Bernhard Kraft und Marcus Zeitler für die hervorragende Zusammenarbeit.

Dr. Peter Sandner, stellvertretender Bürgermeister, überbrachte herzliche Grüße von Oberbürgermeister Wolfgang Ernst, der an der Veranstaltung nicht teilnehmen können. In seiner Ansprache ging Dr. Sandner auf die Tradition des Mai- oder Zunftbaumstellens ein.

Der Zunftbaum erinnere an eine alte Tradition der Handwerksordnung, die ihren Ursprung in den sehr strengen Regeln des Mittelalters habe. Seit dem 12. Jahrhundert hätten sich, die in Zünften zusammengeschlossenen Handwerker, gesellschaftliche und gewerbliche Regeln gegeben, die in erster Linie der Sicherung der eigenen Existenz dienten.

Die Zünfte regelten die Zuteilung von Arbeit und Rohstoffen, kontrollierten die Güte der gefertigten Waren und verhinderten durch produktionsregelnde Vorschriften, eine übermäßige Bereicherung.
Gleichzeitig unterstützen sie die wirtschaftlich Schwachen unter den Zunftgenossen und bestimmten, als religiöse Gemeinschaft, das gesellschaftliche und geistige Leben der Zunftgenossen und ihrer Familien.

Im Hinblick auf die Stadtkernsanierung forderte Dr. Sandner das aktive Mitwirken der Selbständigen ein, die Stadt alleine könne diese Aufgabe nicht schultern.

Durstige Kehlen fieberten dann dem Höhepunkt, dem Fassbieranstich, entgegen. Mit Bravour meisterte Pfarrer Michael Löffler, assistiert durch den Heidelberger Landtagsabgeordneten Werner Pfisterer, seinen ersten Anstich, kein Tropfen Bier wurde vergeudet. Die Anwesenden dankten Pfarrer Löffler mit einem kräftigen Applaus.

Schnell bildete sich eine lange Schlange Durstiger, jeder wollte ein von der Welde-Brauerei gestiftetes Freibier und eine Brezel ergattern.
Unter den zünftigen Klängen der Stadt- und Feuerwehrkapelle kam dann die richtige Maibaumstimmung auf, auch wenn es langsam kühler wurde.


Fotos: Geschwil


1000 Euro für die Leimener Rettungsdienste

Einen Scheck über 1.000 Euro konnten wir in diesen Tage den Leimener Rettungsdiensten spenden.


Foto: Fink

Im Ausbildungszentrum von DRK und DLRG dankte Gerd-Peter Gramlich den aktiven Mitgliedern, die sich ehrenamtlich bei der Tombola auf dem Weihnachtsmarkt in den Dienst einer guten Sache gestellt hatten. Sein besonderer Dank ging an „Weihnachtsengel“ Renate Müller und an Harry Mohr, den Chef vom Dienst.

„Mit der Spende wollen wir Ihren fantastischen Einsatz für alle Bürgerinnen und Bürger in Leimen honorieren. Wir wissen, dass unsere Spende bei Ihnen in guten Händen ist und dringend gebraucht wird.“

„Am 15. Februar ist der nächste Blutspendetermin und ich lade alle hier Anwesenden
Vorstandsmitglieder von Leimen Aktiv ein: lasst uns gemeinsam unseren roten Saft spenden – Blutspenden werden jederzeit gebraucht und können, wer weiß
das schon, vielleicht einmal unser eigenes Leben retten.“

In diesem Sinne übergab er den Scheck an Matthias Frick und Wolf-Dieter Lange.

Matthias Frick bedankte sich für das DRK und die DLRG für die großzügige Spende.
Die DLRG ist seit je her ein Eckpfeiler in der Schwimm- und Rettungsschwimm- ausbildung in Leimen.

Das DRK, so Matthias Frick, kümmere sich in Leimen um die Sanitätsdienste bei Festen und Veranstaltungen, betreibe mit zwei Fahrzeugen eine Rettungsdienstverstärkung und richte u.a. halbjährlich eine Blutspendeaktion in Leimen/ St.- Ilgen aus. Darüber hinaus werden zahlreiche Ausbildungen für die Bürgerinnen und Bürger von Leimen angeboten.

Er betonte den Wunsch von DRK und DLRG nach einem Gebäude.
Bisher seien die beiden Vereine trotz regelmäßiger Umzüge immer noch über mehrere Standorte im Stadtgebiet verteilt, was einen hohen logistischen Aufwand mit sich bringt. „ Wir möchten endlich alles unter einem Dach haben,“ fasste Frick zusammen.

Bei der anschließenden Besichtigung des Fuhrparks waren wir sehr überrascht über das hohe technische Niveau der Leimener Rettungsdienste. An dieser Stelle nochmals einen herzlichen Dank an die Aktiven von DRK und DLRG für die ausführlichen Informationen.


Winteressen 2006 von Leimen-Aktiv

Leimen Aktiv hatte eingeladen und viele kamen. Am 27. Januar fanden sich rund 50 Mitglieder mit Begleitung in unserem Mitglieds-Restaurant CARLOS im Hotel Engelhorn zum Winteressen als diesjähriger Auftaktveranstaltung ein.
Leider war unser 1. Vorsitzender Gerd-Peter Gramlich aus gesundheitlichen Gründen verhindert, so dass in seiner Vertretung der 2. Vorsitzender Thomas Kern die Gäste mit einem Sektempfang begrüßte und im Rahmen seiner Tischrede u.a. die baldigen Neuwahlen bei der nächsten Jahreshautversammlung ansprach.
Thomas Kern forderte zur aktiven Teilnahme im Vorstandsgremium sowie zur Solidarität und Hilfestellung unter den Mitgliedern auf. Angesichts der immer stärker werdenden Konkurrenz in den umliegenden Städten mit ihren modernen Einkaufszentren und auch wegen der durch die im Jahre 2005 dem Verkehr übergebenen Umgehungsstrassen bekommen die Leimener Betriebe deutlich die Abnahme des Verkehrsdurchlaufes in der Innenstadt und den damit einhergehenden Kaufkraftschwund zu spüren.
Hier sind dringend gemeinsame und wirksame Maßnahmen erforderlich, um Verluste auszugleichen oder zu vermeiden.
Sodann wünschte er den Teilnehmern einen angenehmen, unterhaltsamen Abend bei sehr gutem Essen und hervorragenden Getränken.
Das Restaurant CARLOS hatte eine reichhaltiges Feinschmecker-Buffet aufgebaut, das für jeden Geschmack tolle Köstlichkeiten aus spanischer und internationaler Küche bot.
Nicht zuletzt das recht lange Ausharren der letzten Gäste zeigte, wie gut es allen gefallen und geschmeckt hatte.

Hier einige Bilder aus dem Restaurant CARLOS:


Neujahrsempfang 2006

Rede von Gerd-Peter Gramlich beim Neujahrsempfang 2006 im Modehaus Wagenblass

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder,

zu unserem jetzt schon traditionellen Neujahrsempfang darf ich Sie, im Namen des Vorstandes von Leimen Aktiv im BDS e.V., herzlich begrüßen.


Gerd-Peter Gramlich, 1. Vorsitzender, bei seiner Neujahrsansprache

Der Neujahrsempfang unseres Verbandes soll Ihnen, liebe Mitglieder, einerseits die Möglichkeit zum Gedankenaustausch geben, andererseits wollen wir das vergangene Jahr Revue passieren lassen und gleichzeitig einen Ausblick auf das noch junge Jahr 2006 geben.

Bewusst haben wir mit dem Modehaus Wagenblass ein Leimener Traditionsunternehmen als Veranstaltungsort für unseren diesjährigen Neujahrsempfang ausgewählt.

Erst vor kurzem konnte das Modehaus Wagenblass sein 120-jähriges Bestehen feiern, dazu möchte ich hier offiziell herzlich gratulieren. Ein kurzer Blick in die Historie:
Der aus Eschelbronn stammende Schneidermeister Georg Wagenblass gründete im Jahre 1885 eine Maßschneiderei in der Bismarckstraße. Wenig später kam der Handel mit Herrenartikeln hinzu. Die nächste Generation, Gustav Wagenblass, verlegte den Betrieb im Jahre 1920 in die Hauptstr.39 und erweiterte das Sortiment sukzessive. Bereits 1934 erfolgte die Verlagerung des Betriebes in die Rohrbacher Str.4. In vierter Generation führen heute Michael und Corinna Wagenblass Leimens führendes Bekleidungsgeschäft – Wagenblass – Mode in Leimen ist zu einem festen Begriff, nein, zu einer richtigen Marke für qualitativ hochwertige Bekleidung geworden.

Liebe Familie Wagenblass, wir danken Ihnen herzlich für Ihre Gastfreundschaft und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg!

Liebe Mitglieder, es ist schön, das wir noch solche mittelständische Traditionsunternehmen in Leimen haben.
Das Hotel Bären, seit 1666 in Familienbesitz und die Leimener Berg Brauerei, über
140 Jahre alt, haben im letzten Jahr leider ihre Tätigkeit eingestellt. Damit ist ein Stück Leimen gestorben

Besonders begrüßen darf ich heute

- Herbert Ehrbar, Alt-Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Leimen
- die Ehrenmitglieder
- Wolfgang Stern, Vize-Präsident des BDS Baden-Württemberg
- Claudia Felden, Landtagskandidatin der FDP

Besonders begrüßen will ich auch unseren 2. Vorsitzenden, Dich, lieber Thomas Kern.
Noch vor Weihnachten hat uns die Nachricht erreicht, dass Du mit einer schweren Erkrankung ins Krankenhaus eingeliefert wurdest. Das hat mich und Deine Kolleginnen und Kollegen im Vorstand, sehr betroffen gemacht.
Wir freuen uns, dass Du heute bei uns und gesundheitlich wieder auf dem Weg der Besserung bist.

Das vergangene Jahr, meine sehr verehrten Damen und Herren, wurde von vielen Ereignissen geprägt, Freud und Leid lagen wie immer eng beieinander.

Eine Naturkatastrophe vom Ausmaß eines Tsunami, der uns bei unserem Neujahrsempfang 2005 betroffen machte, blieb uns glücklicherweise erspart.

Aber auch im Jahre 2005 spielte die Natur – scheinbar - verrückt:

- eine extreme Dürre suchte Ostspanien heim und sorgte für große Ernteausfälle
- in Amerika schufen die Hurrikans „Katrina“ und „Rita“ eine Spur der Verwüstung, Viele Menschen verloren ihr Hab und Gut, oder, noch schlimmer, ihr Leben.
- Ein verheerendes Erdbeben hat in Pakistan Tausende von Opfern gefordert.
In schwer zugänglichen Gebirgsregionen kämpfen Millionen Menschen, auch in diesen Tagen, ums nackte Überleben. Es fehlt an vielen Dingen, die für uns absolut selbstverständlich sind: am Dach über dem Kopf, an warmer Bekleidung, an Nahrungs- und Arzneimitteln und an Brennholz, um sich zu wärmen und zu kochen.

Die Natur hat uns wieder deutlich vor Augen geführt, dass wir Menschen nur ein kleiner Teil der Schöpfung sind. Der Klimawandel schreitet voran, zunehmende Naturkatastrophen sind vorprogrammiert, wenn wir nicht – und zwar weltweit – dem Schutz der Natur deutlich mehr Gewicht beimessen.

Friede auf Erden wird’s wohl nimmer werden, ein Spruch der leider nach wie vor gültig ist.
- Im Irak werden tagtäglich Menschen zu Opfern brutaler und hinterhältiger Gewalt, ist eine Demokratisierung und Befriedung dieses arabischen Landes überhaupt möglich?
- Nach wie vor drohen weltweit Anschläge von fanatischen islamistischen Terroristen. Es gibt keinen absoluten Schutz gegen diese feigen und hinterhältigen Mörder, die so verblendet sind, dass sie ihr eigenes Leben opfern um dann vermeintlich im Paradies zu landen.

Aber, liebe Mitglieder, es gab im vergangenen Jahr auch gute Nachrichten:

- Wir sind Pabst, titelte die Bild-Zeitung nach der Wahl von Josef Kardinal Ratzinger zum neuen Pabst
- Da möchte man fast rufen: wir sind Bundeskanzlerin, nachdem Angela Merkel
zur ersten Bundeskanzlerin gewählt wurde.

Angela Merkel hat, mit der von ihr geführten großen Koalition aus CDU, CSU und SPD, eine große Verantwortung für unser Land übernommen.
Hoffen wir, dass die neue Regierung nicht nur den kleinsten möglichen Nenner findet sondern mit wirklichen Reformen die Basis für wirtschaftliches Wachstum legt.
Wir brauchen eine Reduzierung der Lohnnebenkosten, einen drastischen Abbau der teilweise unsinnigen bürokratischen Vorschriften und eine Neujustierung unserer Sozialsysteme, wenn wir für mehr Arbeitsplätze in Deutschland sorgen wollen.

Auch unsere Große Kreisstadt Leimen sorgte im vergangenen Jahr für positive Schlagzeilen:
- Die Anbindung des Stralsunder-Rings wurde für den Verkehr freigegeben und sorgt seitdem für eine deutliche Entlastung des innerstädtischen Verkehres.
Die Lärmschutzwand wurde bereits vor einigen Monaten von Graffiti-
Sprayern als „Leinwand“ auserwählt. Wann werden diese Schmierereien endlich
entfernt? Darum scheint sich in Leimen keiner zu kümmern.
- Nach Jahrzehntelangem Hin und Her wurde auch die Nord- Ost-Umgehung in 2005 ihrer Bestimmung übergeben.
Seitdem können die Anwohner der Rohrbacher- und der Rathausstraße aufatmen, Verkehr und Abgase haben deutlich abgenommen und die Lebensqualität hat sich erhöht.

Aber: vielen Leimener Betrieben fehlen seitdem Kunden aus Gaiberg, Bammental und anderen Orten, die bislang durch Leimen gefahren und bei uns für Umsatz gesorgt haben. Die fahren jetzt an Leimen vorbei, auf diese Problematik hatte ich im vergangenen Jahr bereits hingewiesen.
Es ist deshalb unerlässlich, dass wir unseren Ortskern entwickeln und attraktiv machen.
Wir müssen Anreize schaffen, damit die „Vorbeifahrer“ wieder den Leimener Ortskern ansteuern und nicht daran vorbeifahren.
Hier wurde in den letzten Jahren viel Zeit verloren aber ich denke, dass wir mit den noch zu verfeinernden Konzepten der Kommunalentwicklung LEG auf einem guten Weg sind. Der Antrag auf Fördermittel, im letzten Jahr dankenswerterweise vom Gemeinderat beschlossen, hat gute Aussichten auf Erfolg.
Wir müssen hier am Ball bleiben um die Attraktivität Leimens zu erhöhen, vielleicht werden wir ja doch eines Tages zur „Perle Nordbadens“!

Der Gemeinderat hat im vergangenen Jahr auch das Thema Freibad abschließend behandelt: im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung erhielt die Fa. s.a.b. den Zuschlag für die komplette Sanierung und Neugestaltung des Frei- und Hallenbades. 2007 soll der neue aqua balance Gesundheits- und Badepark in Betrieb gehen, auch hier fragt man sich, warum es so viele Jahre gedauert hat, bis man zu einem Ergebnis gekommen ist.

Einen Vorgeschmack auf den künftigen Wellness-Park bekam Leimens Oberbürgermeister Wolfgang Ernst noch kurz vor Weihnachten: er ging mit seinem Entwurf für den Haushalt 2006 sprichwörtlich „baden“ und war auf seinen Gemeinderat anschließend nicht mehr gut zu sprechen.

Beim Hebesatz der Gewerbesteuer liegen im Vergleich zu anderen Kommunen im Rhein-Neckar-Kreis, schon jetzt weit oben. Die von der Verwaltung vorgeschlagene Erhöhung würde uns auf das Niveau der Stadt Karlsruhe katalputieren, ohne das wir wie es Claudia Felden in ihrer Haushaltsrede treffend beschrieben hat, Karlsruher Niveau anbieten können.

Statt die vorhandenen Betriebe auszuquetschen sollte man sich vielleicht mal um die Ansiedlung neuer Betriebe kümmern. Aber da passiert in Leimen offensichtlich nichts.

Liebe Mitglieder, mit vielen Aktivitäten haben wir unseren Verband im vergangenen Jahr positiv ins Gespräch gebracht und somit die aktive Leimener Geschäftswelt dargestellt.

Erstmalig haben wir unsere Mitgliedsbetriebe beim Markt der Berufe in der Realschule Leimen vertreten. Vielen interessierten Schulabgängern konnten wir detailliert Ausbildungsangebote der Leimener Betriebe unterbreiten.

Unser traditionelles Maibaumfest fand eine hervorragende Resonanz, alle Sitzplätze waren belegt, als Ringo Gossmann, mehrfacher deutscher Meister im Gewichtheben, das von der Leimener Brauerei gestiftete Fass anstach.

Im Vorfeld unserer Gewerbeschau konnten wir eine Spende der Sparkasse Heidelberg entgegennehmen und waren live auf Sendung im Rhein-Neckar-Fernsehen. Chefredakteur Bert Siegelmann machte über den Sender Werbung für unsere Gewerbeschau, rd. 300.000 Zuschauer konnten so kostenlos informiert werden.

Die Gewerbeschau fand erstmals gleichzeitig mit dem Frühlingsfest in ST. Ilgen statt und war von der Sonne verwöhnt. Nach vielen Wochen tristen Wetters gingen viele in ihren Garten und erfreuten sich am schönen Wetter. Wir mussten deutlich weniger Besucher als 2002 verzeichnen.
Dennoch sind die meisten Aussteller mit dem Ergebnis zufrieden, viele Geschäfte und Abschlüsse kamen in den folgenden Wochen doch noch zustande.

Der Hauptpreis unserer fantastischen Tombola, ein Peugeot 206 CC, fährt heute noch durch Leimen.

Mit den verkaufsoffenen Sonntagen beim Frühlingsfest und bei der Weinkerwe und den Anzeigensonderveröffentlichungen in der Rhein-Neckar-Zeitung, haben wir Leimen positiv ins Gespräch gebracht.

Zur Werbung für die Diljemer Kerwe haben wir uns an den Kosten für Transparente
beteiligt, unser Logo macht auch Werbung für Leimen Aktiv und damit für unsere Mitgliedsbetriebe.

Den jungen Aktiven des Leimener Jugendgemeinderates haben wir Race-Cappies gestiftet, um das ehrenamtliche Engagement dieser jungen Menschen zu unterstützen.

Der Weihnachtsmarkt ist ohne unsere Tombola nicht denkbar, sogar der OB erwähnte in seinem Grusswort lobend unser Engagement.
Den Erlös unserer Tombola werden wir in diesen Tagen den Leimener Rettungsdiensten von DRK und DLRG spenden.

Das noch junge Jahr wird, nach Meinung aller Wirtschaftsforschungsinstitute, ein gutes Jahr. Die Fussballweltmeisterschaft in unserem Land wird für einen Wachstumsschub sorgen, leider hat sich Leimen als Sportstadt, hier überhaupt nicht positioniert.

Die Anhebung der Mehrwertsteuer ab dem 1.1.2007 wird viele Bürger aber vor allem auch Betriebe veranlassen, Anschaffungen in diesem Jahr zu tätigen.
Lassen Sie uns deswegen mit Zuversicht und Tatkraft in dieses Jahr gehen.

Ihnen und Ihren Familien wünsche ich vor allem ein gesundes neues Jahr,
gute Umsätze für Ihre Betriebe und viel Glück bei vielleicht anstehenden Gesprächen mit Ihrer Hausbank.

Lassen Sie mich schließen mit einem Spruch von Henry Ford:

es hängt von dir selbst ab,
ob du das neue Jahr als Bremse
oder als Motor benutzen willst!

Vielen Dank.


Grusswort von Wolfgang Stern, Vizepräsident des BDS BW


Zahlreiche Gäste beim Neujahrsempfang


"Wir gehen mit Optimismus ins neue Jahr"!